Wie gestern auch schon…

Ich musste mich sehr zurückhalten nur an ein paar Kleinigkeiten nochmals Hand anzulegen – dabei juckt es mich in den Fingern, alles nochmal zu bearbeiten – jetzt da ich das Bild mal nicht am Abend/in der Nacht sondern am Tag angefasst habe. Trotz Tageslichtlampe macht es doch sehr viel aus, was noch durchs Fenster fällt oder eben nicht.
Wie von Daniel angeregt habe ich nochmal Steinkeule-haltende Hand und Gesicht ein wenig überarbeitet, desweiteren noch minimal an den Gebüsch-Tonwerten nachgebessert und hier und da ein paar neue Striche platziert.
Wie gesagt könnte ich noch sehr viel dran machen, es muss jetzt aber “reichen”.

1000px große Version
Wohlweißlich habe ich alle Storyverratenden Elemente vorerst aus den Wips rausgehalten ![]()

-> ca. 2,5-3h.
Ich hoffe ja, dass der kältebringende Ostwind kein Omen ist, dann würde mir meine Entscheidung nämlich frostige Zeiten einbringen. Denn ich habe mich entschlossen aus der Werbung auszusteigen.
Dramatische Pause.
Immernoch.
Na?
Nach gut 5 Jahren Broterwerb mit/in der Werbung hab ich mich entschlossen, etwas neues zu wagen. Beflügelt wurde diese Entscheidung durch ein Angebot des Hamburger Browser Games Herstellers Bigpoint. Unverhofft erhielt ich von Ben eine Einladung mir doch mal den ConceptArt Pool dort anzuschauen und eh ich mich versah, saßen wir zusammen und sprachen darüber ob ich nicht vielleicht dort mitarbeiten wollen würde.
Nachdem dieser Gedanke ausgesprochen war musste er noch ein wenig in meinem Kopf und auf dem Papier reifen, aber eigentlich war es nur noch ein kurzer Weg bis aus dieser Idee Realität wurde.
Mittlerweile ist der Vertrag von beiden Seiten unterschrieben. Ich werde also zum nächsten Jahr die Werbung sein lassen und Concept Art für Computer Spiele produzieren.
Auch wenn es vielleicht nicht so klingt, freu ich mich schon sehr darauf. Nach 8 Jahren Selbstständigkeit wechsel ich in die Festanstellung, allein das wird eine besondere Erfahrung für mich werden. Es warten neue Aufgaben, neue Leute und neue Projekte. Ich bin gespannt.
Die Selbstständigkeit werde ich natürlich nicht ganz sein lassen. Ich werde weiterhin freie Auftragsarbeiten bearbeiten, aber das dann eher nebenher und nicht hauptsächlich.
“Winde der Veränderung” klingt ja mal selten dämlich!
Kann man einem Postboten Trinkgeld geben? Ich würde wirklich gerne, denn meiner hat so viel zu schleppen. Zumindest diese Woche musste er so einige Amazon-Pakete für mich die Treppen rauftragen mit dem Fahrstuhl hochfahren. Gestern kam ein ganzer Stapel an:


Anfang der Woche kamen dazu noch The Making of Avatar und Blacksad Bd.4(die zum Zeitpunkt des Fotos auf der Fensterbank neben meinem Bett liegen, da sie gegenwärtig meine Abendlektüre darstellen), und heute kamen noch zwei Bücher die mit Künsten zu tun haben, über die zu berichten ich meiner Freundin den Vortritt lasse.
Teil der gestrigen Lieferung und Anlass dieses Textes ist James Gurneys Color and Light – A guide for the realist painter das ich heute nachmittag gelesen habe und jetzt gerne weiterempfehlen möchte.
Ein gutes Buch.

Flipthrough im Youtube-Channel von Spektrum
James Gurney dürfte den meisten der hier Mitlesenden bekannt sein (Autor/Schöpfer der Dinotopia-Reihe, Autor von Gurney Journey – einem der interessantesten Kunsttechnikblogs), Color and Light ist sein zweites Lehrbuch nach Imaginative Realism und Gegenstand seiner Ausführung ist diesmal die Herausforderung Licht und Farbe malerisch zu erfassen.
Natürlich gibt es Bücher solchen Inhalts schon, alt wie neu, was mir jedoch dieses Buch die Empfehlung wert macht, ist der wie ich finde gut aufbereitete Querschnitt. Das ganze Buch ist ein Ritt durch Bereiche der Kunstgeschichte, Materialkunde, Physik und Wahrnehmungspsychologie – ein Ritt zwar, aber so angenehm präsentiert, dass man stets das Gefühl hat im genau richtigen Tempo zu reisen.
Es wird über Pigmente geschrieben, über schnell-/langsam trocknende Farben, verschiedene Farbsysteme, Farbwahrnehmung und Farbeinsatz, über physikalische, optische Effekte wie Kaustics, Subsurface Scattering und Regenbogen, über Gammut Mapping, Farbkodierung und Farbechtheit.
Auf einem der Fotos (S102 – Palette Arrangements) klebt ein Notizzettel an seiner Palette. Darauf steht geschrieben:
Big Brushes
Large to small
Accents last
Soften Edges
Take your time
Auf gewisse Art und Weise sind diese fünf Anweisungen auch das Fundament für Gurneys Materialaufbereitung. Er erzählt vom Ganzen, vom Kontext und den übergeordneten Faktoren und geht dann – immer noch den großen Pinsel schwingend – ein wenig ins Detail.
Gurneys Buch geht vom Großen zum Kleinen auf kurze, verständliche, nachvollziehbare Weise ohne zu langweilen. Die inhaltliche Aufbereitung ist mit einem Wort gesagt: prägnant.
Das Buch ist eine gute Basis für all diejenigen, die in ihre eigene Bildgestaltung bewusst(er) realistische Farb-& Lichtgestaltung einbringen möchten.
Für Naturwissenschaftler gibt’s andere Bücher.
Interessant ist vielleicht noch der Vergleich zu Jeremy Burns Digital Lighting and Rendering. Denn beide Bücher bearbeiten zumindest teilweise den gleichen Inhalt (Aufbereitung von Wahrnehmungserfahrungen in nachvollziehbare und reproduzierbare Einzelprozesse) richten sich aber dennoch an komplett unterschiedliche Personen.
Beide Bücher sind gut, beide Bücher kann ich zum Thema empfehlen. Digital Lighting & Rendering würde ich aber eher denjenigen empfehlen, die naturwissenschaftlich/logik/technikaffin sind und keine Probleme damit haben, abstrakt anmutenden theoretischen Inhalt selbstständig auf ihre Arbeit zu übertragen.
Light & Color von Gurney ist „näher dran“ an der malerischen Kunst – nicht nur durch die Ausführungen zur Kunstgeschichte, sondern generell in der gestalterischen Aufbereitung.
Gut sind beide Bücher.
Buchreview zu “Light & Color” bei Lines & Colors
Buchreview bei Drawn
Zum 1.10. habe ich das Atelier Dachwerk schon wieder verlassen und bin in ein anderes Atelier gezogen, ein Stockwerk tiefer. Im Atelier 9 habe ich ein paar “alte Bekannte” wiedergetroffen, Till – mit dem ich mir jetzt wieder einen Atelierraum teile – und Tobias vom nicht mehr existenten Atelier Umme Ecke, Sebastian mit dem ich und andere ja immer wieder mal jazzzeichnen und anderswo unterwegs sind und Felix, mit dem ich über die IO-Arbeit bereits zuvor Kontakt hatte.
Das sind aber noch nicht alle Atelier-Mitglieder, denn es fehlen noch Birgit, Christine, Christine, Elli und Karo und mittlerweile ist auch Maike mit dazugekommen. Außerdem gibt es noch ein paar Außenstellenmitglieder – die ich aber alle noch nicht kenne.
Die Atelier 9 Webseite ist übrigens nicht mehr aktuell, an der neuen Seite wird derzeit gearbeitet und es kann nicht mehr lange dauern, bis sie online geht.
Am 19./20.11. war dann auch schon meine erste Atelier9-Atelierausstellung, nur leider war ich gar nicht da sondern geschäftlich unterwegs. So fand die Party also ohne mich statt. Deswegen habe ich auch nicht wirklich Fotos von der Ausstellungsparty, außer einer Hand voll die Maike geschossen hat. Eines davon kann ich zeigen.

Mein Schreibtisch sieht jetzt übrigens folgendermaßen aus:

Oder zumindest ein Teil meines Schreibtisches.
Die Bilder die ihr an der Wand hängen seht sind (leider) nicht meine Arbeiten, sondern die von Maike. Da klar war, dass ich zur Ausstellung nicht würde anwesend sein, habe ich ihr die Wand über meinem Schreibtisch zur Verfügung gestellt und hab ein paar meiner Arbeiten im Treppenhaus aufgehangen, sozusagen zur Einleitung.
Auf meinem Desktop seht ihr (aber erkennt es vermutlich nicht) meinen offenen Feedreader da ich gerade versuche die liegengebliebenen Blogfeeds mehrerer Wochen nachzuholen, ich betrachte zum Zeitpunkt des Fotos gerade die großartigen Arbeiten von Kali Ciesemier und im Hintergrund läuft Handsome Boy Modeling School.
Namedropping alert – irgendwie hab ich das gefühl außer Namen und Links, nicht wirklich was gesagt zu haben. Muss reichen.
Im August habe ich für die Schweizer Agentur Rod Kommunikation ein paar Storyboards für den Kunden “Ikea” gezeichnet. Zwei der Boards sind mittlerweile umgesetzt worden und auch bei youtube zu sehen. Für mich “schade” ist allerdings, dass es ausgerechnet zwei Boards aus der zweiten Konzeptionsphase sind, die nur noch in Schwarz/Weiß gezeichnet werden konnten. Denn unter den farbigen Boards und Layouts die ich erarbeiten durfte, ist so manches Motiv dabei, dass ich gerne in mein Portfolio packen würde!

Das Berliner (Kult-)Crossover Popbandduo SDP hat eine neue Single veröffentlicht die das neue, kommende bestimmt wieder großartige Album ankündigt. Und natürlich gibts ein Video dazu:
Gemacht hat das Video erneut der Alex (Portfolio, Blog,) besonders (für mich) dieses mal am Video ist aber, dass ich mitgewirkt habe. Das Intro-Pic ist nämlich von mir, ich hätte gerne auch noch mehr mitgestaltet, aber leider gings terminlich nicht.

Ja ich lebe noch. Ich kann gar nicht sagen woran es genau liegt, dass ich gut zwei Monate lang hier nichts geposted habe. Aber ich habe in der Zeit auch wirklich fast nichts für mich selbst gemacht und die Arbeiten die in der Zwischenzeit entstanden sind, darf ich ansonsten nicht zeigen. Es hat sich einiges getan in den letzten zwei Monaten, und doch irgendwie auch wieder nicht. Und über die große Veränderung darf ich (noch) nichts sagen außer: ab 1.1. ändert sich für mich einiges, und ich freu mich drauf.







Ich bin mal “leider” mal wieder so beschäftigt, dass ich zu nichts komme außer eben der Arbeit. “Fuck” ruht noch diese Woche, ich hoffe, dass ich nächste Woche daran weiterarbeiten kann und natürlich ruht auch mein Pornstrip, an dem ich wirklich gerne sofort weiterarbeiten würde.
So kann ich also nichts neues zeigen, aber dafür etwas altes.
Im April habe ich im Auftrag der Agentur Philipp & Keuntje Storyboard-Zeichnungen für den Kunden Tetra Pak angefertigt. Ein Teil davon wurde koloriert und aufgrund der engen Deadline nicht von mir, sondern von Florian Biege mit dem ich ja häufiger zusammenarbeite (unter anderem auch an Mucoangin, einem weiteren Projekt für Philipp & Keuntje das umgesetzt wurde).
Der umgesetzte fertige Spot läuft im TV und man kann ihn (theoretisch, bei mir läuft er nicht) auf der Tetra Pak-Seite anschauen oder bei horizont.net

Unter Maikes Kommentaren wurde die Frage laut, ob ich vorher informiert worden wäre, dass sie einen Sex-Comic über/mit mir posten würde. Hier ist meine Antwort:


Daughter.
Child.
Girl.
Teen.
Daughter.
Bitch.
Slut.
Whore.
Offspring.
Thing.
Victim.
Daughter. Dead.

Ich hatte heute morgen bevor ich aus dem Haus bin einen kurzen Blick in mein gesammelte Pogo-Strips-Buch geworfen und davon dieses unsägliche “Come Awwn” in Erinnerung behalten. Die Pogo-Strips sind mit einem ich vermute mal Südstaatendialekt geschrieben der teilweise lustig ist, mir aber teilweise auch Schwierigkeiten bereitet. Daher das “Come Awwn”.
Schon vor einer ganzen Weile habe ich meinen Abschluss an der HbK Saar hinter mich gebracht und jetzt, immerhin anderthalb Jahre danach, habe ich auch eher durch Zufall mitbekommen wie meine Arbeit bewertet wurde. Ich hätte sie schon längst erfragen können, sie war jedoch bis jetzt einfach vollkommen unwichtig für mich und meine Arbeit, weshalb ichs eben nicht tat.
Jetzt aber weiß ich, meine Arbeit “Monkey & Bear” = Interpretation des gleichnamigen Songs von Joanna Newsom in Form von 23 Posterillustrationen wurde mit der Note 1,2 bewertet
Awesome!
Nachdem ich jetzt weiß wie mein Abschluss benotet wurde, wechsele ich ab Oktober die Seiten und werde zum Notenvergeber. Ab dem kommenden Wintersemester werde ich an der Kunstschule Wandsbek (private, staatlich anerkannte Kunstschule mit Ausbildungsziel Kommunikationsdesigner – kw19.de) beginnen junge Studierende zu versauen.
Unter dem in Überarbeitung befindlichen Titel ” Comic, Marker & Skribbeltechniken” werde ich versuchen den Jungs und Mädels des zweiten Semesters Grundlagen der (erzählerischen) Darstellungstechnik zu vermitteln und vielleicht (hoffentlich) dazu beitragen können, dass sie einmal zu (für Illustratoren) guten Artdirektoren werden. Oder besser noch, selbst Illustratoren
Das wars schon wieder von mir. Mehr Neuigkeiten hab ich noch nicht.
Ach ja noch was. Maike macht jetzt auch Sex comics. Mit mir. (Steffi, weggucken!)
Demnächst wird bei Zwerchfell die zweite Ausgabe des Zombie-Comics “die Toten” erscheinen.
Mit dabei dieses mal eine 32seitige Geschichte geschrieben von Andi Völlinger, gezeichnet von Till Felix und koloriert von mir.
In Till Felix’ Blog sind getuschte Panels als Vorschau zu sehen, im Toten-Blog immerhin drei kolorierte Panels.

Früher als eigentlich geplant bin ich wieder vom Skizzenfestival zurück in Hamburg. In den zurückliegenden 5 Tagen habe ich viel gezeichnet, neue Leute kennengelernt, leider nur ein wenig die Stadt Stralsund kennengelernt und neben überwiegend positiven Eindrücken ein komplett beim Festival gefülltes, ein ein drittel volles und ein leeres Skizzenbuch mit nach Hamburg zurück genommen.










Mehr Fotos (von den Sonnenmachern = Organisatoren) gibts bei Flickr.
Das Skizzenfestival läuft noch bis zum 30.7, wer also Zeit und Lust hat sollte Geschwind nach Stralsund fahren um dort Leute kennenzulernen, Workshops mitzumachen und um zu zeichnen zeichnen zeichnen….
Wenn alles eingesackt ist und ich auch wieder mental zur Normalität zurückgekehrt bin werde ich nochmal ausführlicher was zum Skizzenfestival schreiben. Dann gibts auch ein paar Seiten aus dem Skizzenbuch zu sehen, erstmal nur Fotos.
Da der Autor Frank-Maria Reifenberg beide Cover bereits auf seiner Seite zeigt, denke ich, kann ich das auch tun.
Es war geplant, dass ich Buchcoverillustration und Innenillustrationen für die Buchreihe anfertige. Nachdem Missverständnisse geklärt wurden, musste ich dann aber absagen, da sich das Projekt für mich nicht in einem rentablen Rahmen umsetzen lies. An meiner statt hat wie ich den Belegexemplaren entnehmen konnte, Sebastian Schulz bzw. d4ddykhaine aus dem Comicforum die Innenillustrationen angefertigt. Herausgegeben werden die Bücher vom Thienemann-Verlag. In der Verlagsprogrammvorschau (Flash) finden sich die Infos zu Speedkidzz ab Seite 96
Meine Illustrationen wie ich sie angelegt hatte


und die fertigen Cover


Man beachte in der Verlagsprogrammvorschau auf Seite 98 den Störer “Mit Graphic Novel Anteilen”
….
seriously!?