Was gegenwärtig meine Playlist füllt

Posted on 15. Februar 2010

Currently in heavy rotation:
Long Distance Calling
God is an Astronaut
Mudkids
Styles of Beyond
Hank Mobley
Sonny Clarke
Ruckus Roboticus
Mr. Dibbs
Architecture in Helsinki
Camera Obscura
Royal Bangs
The Rakes

Außerordentliche Erwähnung sollte Matthew Dear – Asa Breed erhalten. Ich habe dieses Album vor ein paar Monaten ohne rein zu hören und alleine basierend auf dem Cover gekauft. Als ich reinhörte war mein erster Gedanke »Ah crap, das ist ja gar nicht das was ich jetzt suche und hören will« und ohne weiter zu hören, hatte ich die CD auch schon wieder aus der Anlage genommen. Doch nach und nach hat sich diese Platte zu der von mir am meisten genutzten Musik gemausert. Wann immer ich nicht in die Arbeit reinfinde, weil ich gerade noch 25 Tabs aufhabe die ich lesen möchte, mir eine Idee für ein Bild oder eine Geschichte gekommen ist, weil ich eigentlich gerade mehr Lust auf Chatten als arbeiten habe, der gerade gefallene Schnee prädestiniert zur Formung eines Schneeballs ist, oder ….. , wann immer ich also mental und physisch rumzappel, spiele ich diese CD an und langsam aber sicher, fährt mein Gehirn runter. Es ist wie das Hinabsteigen in einen Tunnel, störende Einflüsse werden nach und nach ausgeblendet und ich kann mich mehr und mehr auf meine Aufgabe konzentrieren. Es ist das Meditationsprinzip in zielgerichteter Anwendung.
Interessanterweise wirkt dieser Effekt auf mich nur, wenn ich mich mit der Arbeit konfrontiert sehe. Als ich die Musik anspielte während ich gerade von Zuhause zum Atelier lief, machte es mich nur nervöser. Das Abschalten und Ausblenden von Außeneinflüssen setzte einfach nicht ein. Wenn mein Körper in Bewegung ist, muss es andere Musik sein. The Album Leaf zum Beispiel, wenns um meine eigenen Emotionen geht. This will destroy you wenn ich an gar nichts denken möchte, Alexi Murdoch wenn ich Ideen spinne & Rise Against wenn ich Power brauche. Wenn ich Rise Against höre wenn ich Fahrrad fahre, verkürzt sich meine Heimfahrtzeit um beinahe die Hälfte. Und wenn ich sowieso schon Gut drauf bin und dann deren Musik höre, oder Jedi Mind Tricks, oder System of a Down, dann muss ich mich mit bewusster Anstrengung davon abhalten, mich wie ein 7 jähriger zu verhalten der gerade seinen ersten Jean-Claude VanDamme Film gesehen und Red Bull entdeckt hat.
Welche Musik welche Wirkung auf mich hat beobachte ich mit nicht geringer Faszination. Ich bin auf jeden Fall sehr empfänglich für Musik und ich nutze bewusst und unbewusst, ihre Wirkung auf mich um mein Schaffen in bestimmte Bahnen zu lenken. Die Arbeit an einem oder mehreren Bildern ist für mich vergleichbar mit der Spannungskurve eines Filmes oder einer Erzählung. Und (beinahe) wie der Film benötige ich zu jeder Zeit eine der Intensität entsprechende Musik.
Wenn ich auf mein CD-Regal schaue dann sehe ich den Soundtrack meines Lebens. Und ich bin froh dass es so viele so gute Bands da draußen gibt, die mein Arbeiten mit ihrer Musik bereichern.

Und jetzt ists wieder Zeit für Matthew Dear, ich sollte nämlich schon längst am arbeiten sein.

What Others Are Saying

  1. typoffertje 15. Februar 2010 at 21:25

    Ah ja, da war noch was. Was hatte ich Dir noch mal gleich versprochen?

  2. Steven Bagatzky 16. Februar 2010 at 13:57

    “Nein, nein, ich schicke Dir die DVD ganz sicher!” meintest du, aber nicht wann das sein würde.
    Ich bin für bald.

  3. typoffertje 18. Februar 2010 at 09:47

    Hute oder morgen. Ein großes Durcheinander auf den ersten Blick, aber musst Du einfach in itunes reinziehen, das sortiert sich dann.

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