Victorials






Die besten Geschenke macht man sich ja eh selbst.
Ich bin gerade Onkel geworden. Fucking awesome!

Autumn in Berlin
Sketchbook by Uwe Heidschötter
Selfpublished
ISBN: 978-3-00-030256-5
Wenn man Berlin besucht sollte man wohl die Danziger Straße aufsuchen, denn von dort aus sehen die Berliner mal richtig gut aus. Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass Uwe sie von seinem Fenster aus so gezeichnet hat.
Autumn in Berlin ist ein kleines aber feines Sketchbook von 60 Seiten, für Freunde von Uwes Strich und Alltagskleidungsleute-voyeuristen. Es gibt keine abgefahrenen Posen, keine Action-Sequenzen, keine Nazi-Kriegsaffen oder AmazonenZombieRoboter-Horden, es gibt was Uwe aus seinem Fenster sah: Leute. Und auch wenn das erstmal unspektakulär klingt, das ist es nicht mehr wenn man die Zeichnungen sieht.
Autumn in Berlin ist ein kleines Artbook für Leisetreter, für Herbstwindgenießer und Leute, die in Schichten über Schichten Kleidung nichts schlechtes sehen, weil diese dazu Anregen sich vorzustellen wer die Person darunter ist.
Puh. Den letzten Teil habe ich mir sowas von kreativ ausgedacht. Es ist manchmal gar nicht so einfach, so eine “Besprechung” zu schreiben. Ich mein, es ist halt ein Sketchbook. 60 Seiten, coole Zeichnungen, von Uwe Heidschötter. Buy it. Goddamnit!
Kostet übrigens 15€ inkl. Versand. Und zu beziehen ist es bei Uwe selbst. Für mehr Infos besucht seinen Blog. Dort gibt es noch ein wenig mehr Bildmaterial.
Uwes Blog
Mein vorheriges kleines Loblied auf Uwes Arbeiten




Dass Deutschlands letzter großer Illustrator nicht Wilhelm Busch war, belegt nicht nur Hans Bacher regelmäßig in seinem Blog sondern auch die Tatsache, dass es Ausstellungen wie diese gibt, die ich heute besucht habe:
Die neue Eleganz. Der Modezeichner Gerd Grimm
Gerd Grimm – nicht zu Verwechseln mit Gerhard Grimm – zeichnete, malte und illustrierte beinahe 60Jahre lang die schönen Damen dieser Welt.
Der Großteil dieser Frauenzeichnungen entstand als Illustrationen aktueller Mode für die sich zu der Zeit in Deutschland etablierenden Magazine “Die Dame”, “Elegante Welt” sowie die amerikanischen “Voque” und “Esquire”. Doch mit dem Siegeszug der Fotografie der natürlich auch vor den Modeillustrierten nicht halt machte, musste Grimm auf andere Bereiche ausweichen um mit seiner Kunst Geld zu verdienen. So entstanden dann unter anderem Werbeplakate für die Tabakmarke “Reval” und viele verschiedene Paperback-Cover.
Die Ausstellung zeigt laut Museumsflyer gut 150Zeichnungen von Grimm, was bei jemanden der über so lange Zeit kontinuierlich im Auftrag oder auch privat zeichnete, nur einen Bruchteil seines Schaffens darstellt. Doch ausgehend von dem wenigen was ich gesehen habe behaupte ich, dass Grimm ein Meister der eleganten Linienführung war. Ich weiß wie abgegriffen das Wort Eleganz in diesem Zusammenhang wirkt, doch ich halte es nicht nur wegen der thematischen Ausrichtung seiner Bilder für angebracht, sondern weil die dynamische, schwungvolle und zumeist dennoch prägnante Strich- und Pinselführung in seinen Zeichnungen genau diesen Eindruck bei mir hinterließ: Eleganz.
Mir fehlt der Überblick über den deutschen Illustrationsmarkt der 1920er – da begann Grimms Tätigkeit – bis zu seinem Tod 1998 – da war ich gerade in der 9. Klasse – und insofern kann ich seine Arbeit nicht in Vergleich mit den sonst in Deutschland produzierten Werken setzen, doch interessant fand ich die Ähnlichkeit sowohl was die formelhafte Ästhetisierung der Frau an sich, als auch der Zeichnung und die technische Ausführung der Zeichnung anbelangt, zu amerikanischen Illustratoren. Bei seinen Amerika Aufenthalten muss Grimm zwangsläufig mit dem amerikanischen Illustrationsmarkt in wechselseitigen Kontakt gekommen sein, insofern gehe ich davon aus dass er mit den Arbeiten von z.B. Coby Whitmore, Bernie Fuchs oder RobertMcGinnis in Berührung kam. Die Amerikanisierung des nachkriegsdeutschen Konummarktes wird ihr übriges für die Angleichung der Gebrauchskunstästhetik getan haben, weshalb ich und darauf gibt die Ausstellung leider keine Antwort, gerne wüsste wie sein Schaffen vor seinem ersten Amerika-Trip aussah und inwieweit konkret seine ersten Auslandsimpressionen Niederschlag fanden in seinem Schaffen.
Weit mehr und ausführlicher Auskunft für jeden Interessierten gibt die Internetseite der Grimm-Foundation, die zehn Jahre nach seinem Tod ins Leben gerufen wurde.
Einen Ausstellungskatalog oder eine andere, gedruckte Sammlung seines Schaffens habe ich leider nicht gefunden. Wenn also jemand weiß was woher, bitte bescheid geben.
Update 23.02.10: Wie mir Dirk Schindelbeck von der Grimm-Foundation auf E-Mail Nachfrage antwortete, gibt es leider (noch) keine Publikation über Gerd Grimm und seine Arbeiten. Sollte sich das ändern werde ich das natürlich hier mitteilen.
Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg ist über diese Sonderausstellung hinaus auch zu empfehlen. Es laufen parallel die Ausstellung “Nude Visions” zum Thema Nackt/Menschenfotografie, was zwar inhaltlich soweit ich das sehe nichts neues ist, aber vom Publikum immer wieder gesehen wird – und wovon bei mir lediglich ein Name, nämlich Anne W. Brigman hängen geblieben ist, – und eine Ausstellung über Ikea. Außerdem gibt es eine asiatische Sammlung wovon ich mir vor allem die zwei Räume mit japanischen Farbholzschnitten anschaute und noch einiges anderes Querbeet.
Als negativ muss ich anmerken, dass mir untersagt wurde zu zeichnen. Das führte zu einer gut 20minütigen Diskussion mit dem Garderobiere/Mitarbeiter im Foyer die aber nichts daran änderte, dass ich neben Jacke und Tasche auch mein Skizzenbuch und Stifte an der Garderobe abgeben musste. Das verkürzte meinen Museumsaufenthalt natürlich ungemein.
Und Fotografieren durfte man noch viel weniger.







Als ich dann meine Sachen wieder abholte, entschuldigte man sich aber bei mir mehrfach und ließ mich wissen, dass Zeichnen doch in Ordnung ist.
Danke! Aber heute nicht mehr.
Auch in der Pony Bar wird regelmäßig und zwar mittwochs LiveJazz gespielt. Die Örtlichkeit ist aber sehr klein weshalb man nicht so viel Gelegenheit zum Zeichnen bekommt.









Und gestern abend wurde sich auch wieder getroffen, wobei zumindest bei Chris und mir der Schwerpunkt auf dem Dreschen von Phrasen lag und wir nicht sooo viel gezeichnet haben. Aber “Gespräch” muss ja auch mal sein.




Noch ein paar Erwähnungen mehr und der Blog hier wird in Bälde gänzlich Florian zugeschrieben. Aber wenn er halt so gute Arbeit macht, dann muss das auch erwähnt werden. Mehrfach, wenn es sich anbietet.
Und das tut es in diesem Fall, denn Florian hat zu seiner Diplomarbeit das Making-Of-Pdf zum Download bereitgestellt und auf seiner Internetseite Bilder/Fotos zusammengestellt. Den Download und den Besuch auf seiner Internetseite kann ich nur empfehlen.

Bilder und Foto von Florian Biege
Bilderzusammenstellung auf Florians Internetseite
Das MakingOf-Artbook zum Download(15mbyte)
Das hier ist ein Job, von dem ich nicht sicher war ob ich ihn machen würde bis ich es gerade tat. “Dieser Job”, diese Formulierung ist beschissen.
Einer der am meisten angesurften Bildbeiträge hier in meinem Blog, sind meine beiden Tattooskizzen für mein irgendwann anstehendes, eigenes Tattoo. Unter den vielen Besuchern die sich diese Bilder anschauen war auch Tamara. Tamara rief mich vor etwas mehr als einer Woche an, sie erzählte mir dass sie meinen Blog gesehen habe und dass ihr meine Bilder gefielen. Sie erzählte mir wie so viele andere, dass sie früher auch gerne gezeichnet habe aber es irgendwann hat sein lassen. Sie fragte mich ob ich glücklich sei mit dem was ich mache, wie mir Hamburg gefällt und sagte mir, dass sie für mich hofft, dass aus meinem “Maybe” irgendwann ein “Yes” würde. So telefonierten wir für eine halbe Stunde und dann fragte Tamara mich, ob sie mir etwas erzählen dürfe. Und ich sagte “Ja”.
Tamara ist 26, sie hat am 25. Februar Geburtstag, Tamara ist nicht verheiratet aber seit einigen Jahren glücklich mit ihrem Partner zusammen. Tamara ist Mutter. Oder vielmehr sie war es. Sie hat ihr Kind verloren. Und mit ihm beinahe sich selbst und ihren Partner.
Es geschah bei einem Autounfall, sie fuhr, ihr Partner auf dem Beifahrersitz, ihr Sohn “David” fest verpackt im Kindersitz auf der Rückbank. David schrie mal wieder, schon die ganze Fahrt über und ihr Freund gab sich alle Mühe ihn ruhig zu stellen. Er nahm die Rassel und schüttelte sie, er versuchte es mit dem Lieblingschnuller und mit Singen. Als Tamara mir das erzählt klingt es fast so, als lächele sie dabei. Aber dann wird ihre Stimme traurig. David wurde einfach nicht ruhiger, sagte sie mir. Und dann wie schon unzählige male zuvor, wand sie selbst sich kurz nach hinten um nach ihrem Kleinen zu schauen. Sie sah ihren Sohn, doch was sie nicht sah war der Traktor der aus dem kleinen Waldstück kam.
David starb am 26. Mai 2009, nicht einmal ein Jahr alt. Tamara und ihr Freund Markus überlebten beide, sind aber vom Unfall gezeichnet.
Nach einer Pause erzählte mir Tamara, dass sie gerne ein Tattoo machen lassen würde. Eine Erinnerung an ihren Sohn. An das, was sie verloren hat und an das, was sie nur mit Glück hatte behalten dürfen. Sich selbst und ihre Beziehung. Deswegen hatte sie mir ihre Geschichte erzählt. Ich sollte ihr Tattoo entwerfen.
Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich glaube ich sagte, dass das sehr schmeichelhaft sei aber ich nicht glaube dass ich der Richtige dafür sei. Meine Zeichnungen sind ganz in Ordnung, aber nichts für die Ewigkeit. Und jetzt da ich ihre Geschichte kenne, wüsste ich nichts was ich zeichnen könnte was dem gerecht würde. Ich redete mich um Kopf und Kragen, denn diesen Auftrag glaubte ich nicht erfüllen zu können. Und so lief unser Gespräch irgendwann ins leere. Sie bat mich es mir zu überlegen bis zum Ende des Monats, dann müsse sie sich nach jemand anderem umschauen da sie das Tattoo bis zum Jahrestag ihres Sohnes gerne stechen lassen würde. Ich sagte, dass ich es mir überlegen würde und wir verabschiedeten uns mit ein wenig Unbehagen.
Was Tamara nicht wusste, weiß und wissen konnte. Ich bin 26 Jahre alt, ich bin am 24. Februar geboren also einen Tag vor ihr, und an einem 26. Mai -dem Geburtstag meines leiblichen Vaters – verstarb meine Mutter.
Heute, gerade als ich das Büro verlassen wollte um den für heute geplanten Sachen nachzugehen, poppte aus meinem Terminkalender ein Fenster auf, das mich daran erinnern sollte dass ich nächste Woche Geburtstag habe und mir Gedanken darum machen sollte, was ich dann machen möchte. Und irgendwie… anstatt das Fenster einfach wegzuklicken starrte ich es an. Ich starrte hindurch und ich musste wieder an Tamara denken. An ihre Geschichte, an ihre Beziehung, an ihren Sohn, an meine Mutter.
Und dann habe ich angefangen zu zeichnen.

Was ich gezeichnet habe, ist ungenügend. Es beinhaltet nicht einmal die Hälfte dessen, was es beinhalten sollte. Nicht mal ansatzweise das, was mir durch den Kopf geht oder vermutlich, Tamara fühlt. Aber es ist das Beste was ich jetzt zustande bringen konnte. Und ich hoffe trotz allem, dass es Dir – Tamara – gefällt.
Zur Erläuterung noch dazu: Das Tattoo sollte entweder aufs Brustbein, auf den Busen, unters Herz oder auf den Bauch von Tamara passen. Und es sollte Platz für einen Text lassen, welchen Text konnte sie mir noch nicht sagen. Den würden sie und Markus auswählen, wenn es soweit sei. “to those who fell asleep” ist nur ein Platzhalter und mein Bildtitel.
Jetzt werde ich meine Sachen packen und einen langen Spaziergang machen. Scheiß auf die Pläne für heute.
Ich wünschte ich könnte mich jetzt mit breiten Zügen durch warmes Wasser auf einer Sommer-Wiese laufend ausgelassen mit Hunden raufend mit Waldmeisterbrause fallen lassen bei Schnittchen-Picknick mit Freunden. Ich möchte singend Mountainbike Abfahrt rasend den Geruch von frischem Frühlings- und dem Gefühl von warmem Sommerregen Riesen-Portionen Eis verschlingend mit dem Tretboot im Kreis fahrend die Zehen im warmen Sand vergrabend bei Lagerfeuer Würstchen bratend mit den Liebsten lachen.
Ein weiteres Wohlfühl-Lied für mich, wenns nur nicht aufhören würde.
Ich kam eben vom Singer-/Songwriter-Slam im Molotow. Es hat mir dort sehr gut gefallen und ich werde nächsten Monat wieder hingehen. Nächstes mal allerdings früher, damit ich von Anfang an an einen der Sitzplätze komme und dann auch Zeichnen kann. Fürs erste mal war die Rolle des Nur-Zuhörers aber auch in Ordnung.
Gewonnen hat den Slam übrigens Tito Maffay. Der erste Titel war “als wir uns erstmalig trafen”. Der zweite war “petsherskaja lavra” und die Zugabe wurde “deine angstvoll in die zukunft”
Nach gut zweiwöchiger Abstinenz traf man sich gestern wieder mal auf dem Feuerschiff um entspannt bei Jazzmusik zu zeichnen und zu reden. Es kam ein wenig anders als wir es uns vorgestellt hatten, aber definitiv nicht schlechter.
Denn gestern abend war einfach die Hölle los auf dem Feuerschiff. Der Maschinenraum war mit Leuten gefüllt und unsere durch neue/alte Leute angewachsene Zeichentruppe hatte kaum Platz um sich auszubreiten. Dadurch dass aber so viele Leute dort waren und noch dazu mindestens die Hälfte aller Anwesenden unter 30Jahre alt war, war eine Stimmung wie ich sie bis dahin leider noch nicht im Feuerschiff erlebt habe. Es wurde enthusiastisch jedes Stück, jedes Solo beklatscht und die vom Publikum ausgehende Euphorie wurde von den Musikern dankbar aufgenommen und ihrerseits zurückgegeben. Das Spiel gestern abend war mit Abstand das Beste was ich seit einiger Zeit gehört habe.















Ein kleines Highlight für mich war “Pit”. “Pit” ist ein 5Jahre alter, einäugiger, großpfotiger und herzenslieber BernerSenner-Rüde. Wie mir die Besitzerin und vormalige Pächterin/Eignerin des Feuerschiffs erzählte, kommt Pit von einem Bauernhof der seine zwei Senner-Hündinnen und den einen Senner-Rüden dazu verwenden, im Akkord Welpen produzieren zu lassen. “Pit” der mit seinem chronisch entzündeten Auge keinen Abnehmer fand wurde von den “Züchtern” deswegen in einen kleinen Käfig gesperrt mit dem Ziel, ihn verhungern zu lassen. Glücklicherweise wurde er bevor das passierte aber gefunden und hat ein nettes zuhause gefunden. “Pit” hat zwar nur ein Auge, schaut aber dafür ansonsten sehr gut aus. Er war zwar anfangs wohl auch aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen mit Männern wie mir seine Besitzerin sagte, sehr scheu und ängstlich, aber durch langsames und ruhiges Nähern ließ er mich dann an sich heran was ich ihm mit einer guten halben Stunde Ohrenkraulen vergolt. “Pit”, seine Halterin und Ich bedankten uns gegenseitig beieinander für die Streicheleinheiten die wir haben austauschen dürfen. Ich hoffe ich sehe “Pit” wieder, und auch, dass ich es bald mal hier ins Tierheim schaffe um meinem Wunsch wieder mit Hund zusammen zu leben, näher zu kommen.
Ich habe hier in Hamburg die Plakatkampagne gesehen und Florian hat mich gerade auf die Internetseite dazu hingewiesen. Endlich und auch nur 17Monate nachdem wir das Animatic dazu gemacht haben, läuft ein Werbespot der das Handwerk als Wirtschaftskraft in Deutschland bewerben soll. Leider und absurderweise, darf ich aber immer noch nichts von dem zeigen, was ich dafür gemacht habe.
Hier trotzdem der Seitenlink zur Kampagne.
Update: 15.02:2010
Warumauchimmer ich keine Freigabe bekomme um irgendwas zu zeigen, das damals erstellte Animatic ist teilweise auf Youtube zu sehen. Herausgefunden hats der Florian, der eitle Pfau hat nämlich nach sich selbst gegoogled und ist da auch auf seinen Namen gestoßen ![]()

Charley Harper: An illustrated Life
by Todd Oldham
Ammo Books
ISBN: 1934429376
Charley Harper war ein amerikanischer Maler der über Jahrzehnte hinweg mit seiner minimalistisch gemalten Naturdarstellungen das Magazin Ford Times, Biologiebücher, Wände und viele andere Orte, Druckerzeugnisse und Menschen bereichert hat.
Charley Harper: An illustrated life ist eine reichlich bebilderte, dicke und für den geneigten Leser unglaublich ertragreiche Sammlung von Harpers Werken. Auf über 400 Seiten bekommt man die volle Bandbreite von Harpers Schaffen zu sehen, dessen Schwerpunkt in der Illustration von Natur und Tieren lag. Magazincover & Innenillustrationen, Bildlexikalische Beiträge, Wandbilder, Poster Artwork, … es gibt viel zu sehen. So viel, dass man die Gewaltigkeit dessen was Harper in seinem Leben geschafft hat, nicht in einem Zug begreifen und verarbeiten kann.
Es mag meinem fortwährenden Interesse an flächiger Illustrationsweise geschuldet sein, dass ich seine Arbeiten so mag. Dennoch kann jeder etwas von Charley Harper lernen, denn er war ein Meister der Reduktion. Obwohl stark abstrahiert gibt er natürliche Strukturen mit einem ungemein scharfen Sinn für Realismus wieder, und selbst wenn Pflanzen zu symbolartig verwandten Musterteilen »degradiert« werden, muss man zum einen seine geschickte, abstrakte Umsetzung bewundern und man bekommt außerdem und dennoch einen Eindruck davon, wie das Objekt wirklich war/ist.
Die »kleine Auslese« aus Harpers Schaffen – wie es der Autor Todd Oldham beschreibt – ist eine umfangreiche und reichhaltige Bildersammlung die mir persönlich, noch auf lange Zeit viel zum Staunen und Entdecken bieten wird. Ohne Zweifel wird Harpers Arbeit ihren Einfluss bei mir finden. Und darauf freue ich mich schon.
Charley Harper Studio Blog
Der führende Händler für Charley Harper – Drucke/Orginale







Currently in heavy rotation:
Long Distance Calling
God is an Astronaut
Mudkids
Styles of Beyond
Hank Mobley
Sonny Clarke
Ruckus Roboticus
Mr. Dibbs
Architecture in Helsinki
Camera Obscura
Royal Bangs
The Rakes
Außerordentliche Erwähnung sollte Matthew Dear – Asa Breed erhalten. Ich habe dieses Album vor ein paar Monaten ohne rein zu hören und alleine basierend auf dem Cover gekauft. Als ich reinhörte war mein erster Gedanke »Ah crap, das ist ja gar nicht das was ich jetzt suche und hören will« und ohne weiter zu hören, hatte ich die CD auch schon wieder aus der Anlage genommen. Doch nach und nach hat sich diese Platte zu der von mir am meisten genutzten Musik gemausert. Wann immer ich nicht in die Arbeit reinfinde, weil ich gerade noch 25 Tabs aufhabe die ich lesen möchte, mir eine Idee für ein Bild oder eine Geschichte gekommen ist, weil ich eigentlich gerade mehr Lust auf Chatten als arbeiten habe, der gerade gefallene Schnee prädestiniert zur Formung eines Schneeballs ist, oder ….. , wann immer ich also mental und physisch rumzappel, spiele ich diese CD an und langsam aber sicher, fährt mein Gehirn runter. Es ist wie das Hinabsteigen in einen Tunnel, störende Einflüsse werden nach und nach ausgeblendet und ich kann mich mehr und mehr auf meine Aufgabe konzentrieren. Es ist das Meditationsprinzip in zielgerichteter Anwendung.
Interessanterweise wirkt dieser Effekt auf mich nur, wenn ich mich mit der Arbeit konfrontiert sehe. Als ich die Musik anspielte während ich gerade von Zuhause zum Atelier lief, machte es mich nur nervöser. Das Abschalten und Ausblenden von Außeneinflüssen setzte einfach nicht ein. Wenn mein Körper in Bewegung ist, muss es andere Musik sein. The Album Leaf zum Beispiel, wenns um meine eigenen Emotionen geht. This will destroy you wenn ich an gar nichts denken möchte, Alexi Murdoch wenn ich Ideen spinne & Rise Against wenn ich Power brauche. Wenn ich Rise Against höre wenn ich Fahrrad fahre, verkürzt sich meine Heimfahrtzeit um beinahe die Hälfte. Und wenn ich sowieso schon Gut drauf bin und dann deren Musik höre, oder Jedi Mind Tricks, oder System of a Down, dann muss ich mich mit bewusster Anstrengung davon abhalten, mich wie ein 7 jähriger zu verhalten der gerade seinen ersten Jean-Claude VanDamme Film gesehen und Red Bull entdeckt hat.
Welche Musik welche Wirkung auf mich hat beobachte ich mit nicht geringer Faszination. Ich bin auf jeden Fall sehr empfänglich für Musik und ich nutze bewusst und unbewusst, ihre Wirkung auf mich um mein Schaffen in bestimmte Bahnen zu lenken. Die Arbeit an einem oder mehreren Bildern ist für mich vergleichbar mit der Spannungskurve eines Filmes oder einer Erzählung. Und (beinahe) wie der Film benötige ich zu jeder Zeit eine der Intensität entsprechende Musik.
Wenn ich auf mein CD-Regal schaue dann sehe ich den Soundtrack meines Lebens. Und ich bin froh dass es so viele so gute Bands da draußen gibt, die mein Arbeiten mit ihrer Musik bereichern.
Und jetzt ists wieder Zeit für Matthew Dear, ich sollte nämlich schon längst am arbeiten sein.
Jetzt da ich anfange ist es 00:23Uhr am Montag dem 15.Februar 2010. Ich bin am Samstag 13.Februar um ca. 8:30Uhr aufgestanden und seither hab ich es noch nicht wieder in mein Bett geschafft. Grund dazu sind folgende zwei Umstände: WG-Party und Florian hat seinen Abschluss gemacht!
Fangen wir mit der WG-Party an. Die WG-Party war toll, lustig, angenehm, kunterbunt, gemischt, (feucht)fröhlich, heiter, entspannt, amüsant, ….
Es gibt wieder ein paar Fotos, aber nicht viele. Noch dazu sind sie größtenteils unscharf, was aber einfach daran liegt dass man Insa die es gewöhnt ist mit einer richtigen Kamera umzugehen, keine Knipse in die Hand drücken sollte. Das ist einfach zu LowTech für sie.




Und das ist Insa, kurz nachdem sie sich angeschaut hat welch bemitleidenswerte Ergebnisse die Kamera nur zu Stande brachte

Irgendwann gegen 2Uhr ist die WG-Party dann von der WG in den grünen Jäger zur “Ugly Dance Party” verlagert worden. Dort haben wir ausgiebig und lange gefeiert. Ich kam ziemlich genau um 6Uhr zurück, sprang unter die Dusche und dann sind Marcus und ich, der kurzerhand zu Besuch gekommen war und den ich zum Besuch in Münster überreden konnte, auch schon weiter. Am Bahnhof haben wir Christoph mit eingepackt der von dem von mir geplanten Trip auch erst auf der WG-Party erfuhr und der bis eben zumindest auch noch nicht wirklich geschlafen hatte, und zu dritt sind wir dann mit Wochenendticket in Bummelzügen nach Münster gefahren.

In Münster haben wir am Bahnhof DanieL und Sascha getroffen und in der Schule auch noch Daniel Herrmann denen ich als sie hierzu Besuch waren erzählt hatte, dass ich nach Münster fahren wollen würde und die ich dafür begeistern konnte, und dann erstmal Florian gesucht und ihm zur mit einer glatten 1 bestandenen Abschlussprüfung gratuliert. Wir haben uns ausgiebig seine Abschlussarbeit angeschaut und im Anschluss daran natürlich auch noch den Rest der Hochschule. Irgendwann wars mir dannauch wieder zu viel Material und Information, aber großteilig habe ich ein paar Schnappschüsse gemacht. Und die häng ich hier jetzt auch an.





















Jetzt freue ich mich erstmal auf mein Bett und werde die noch verbleibenden 8h Schlaf genießen bevor ich wieder auf muss! Ich bin aber auch sowas von müde jetzt!
Gibt natürlich noch mehr Fotos von und aus Münster, vor allem von Florians Diplomarbeit/präsentation. Mehr dazu aber morgen, oder zumindest später heute. Wenn ich wieder Aufnahebereit und Wiedergabefähig bin.
Thanks to Mary-Pi!:
Immer noch eines meiner Lieblings-Shirts. Leider löst sich langsam der Druck ab und ich bräuchte ein neues Exemplar. Wenn ichs nur nochmal finden würde. Ich glaube es kam von Threadless. Mal schauen.

Ich habs ja gestern schon einigen Leuten per Mail geschickt. Gestern noch unentschlossen was ich davon halten soll, habe ich mich heute entschieden dass ichs toll finde!
Ich kann heute nicht frei zeichnen. Irgendwie bin ich komplett durch den Wind. Deswegen hier nur die WGParty-Flyer-Illustration. Wenn jemand vorbei kommen möchte sagt bescheid. Termin ist der 13.02. und ich kann noch Gäste aufnehmen. Ich möchte nur nicht meine Privatadresse hier reinstellen ![]()

Übers Wochenende ging eine E-Mail bei mir ein die sich mit meinen eher pornografischen Bildern auseinandersetzt. Neben anderem habe ich in den vergangenen Tagen versucht mir darüber klar zu werden wie ich darauf reagieren soll. Geschrieben hat diese Mail eine engagierte Mutter deren 17 jährige Tochter wohl meinen Blog besucht. Während ich ihre argumentierte Besorgnis um ihre Tochter noch nachempfinden kann, verlässt diese Frau jedoch im letzten Drittel der Mail den Pfad des für mich gedanklich nachvollziehbaren. Ohne näher auf alles einzugehen wird mir vorgeworfen, Frauen ihrer Würde zu berauben, zu beleidigen, unterdrücken usw.
Das ist für mich nur bedingt nachvollziehbar, vor allem auch da ich mir selbst und meinen Bildern nicht halb so viel “Macht” zugestehe, als dass ich damit irgendeine Frau ihrer Würde zu berauben im Stande wäre. Aber vielleicht irre ich mich da.
Wenn meine Bilder eine oder mehrere Frauen beleidigen oder verletzen, dann tut mir das leid. Alles was ich mit meinen Bildern auszudrücken versuche ist meine Liebe für/zu Frauen und für das, was man miteinander genießen kann.
Wie ich es auch in meiner Antwort an die junge Frau formulierte, ich werde hier weiterhin die Inhalte veröffentlichen die ich veröffentlichen möchte. Jedem steht frei diesen Blog zu besuchen oder davon fern zu bleiben. Ich freue mich natürlich über jeden der hier her kommt und hier bleibt, doch ich werde nicht versuchen irgendjemanden hier festzuhalten.
Schöne Werbung!
Mit Illustration aus Deutschland und das wissen diejenigen mit denen ich schon anderorts darüber sprach, verbinde ich vor allem Förmlichkeit. Wann immer ich mir Illustrationen in den Portfolios der IO, bei filu, im digitalartforum oder comicforum, in den großen internationalen illustrationsanlaufstellen oder über bloglinks anschaue, in 90% der Fälle wirken die von Deutschen erstellten Illustrationen steif, schwerfällig, ernst und weitestgehend charmelos.
Diese kritische Betrachtung als Einleitung für Uwes Arbeiten zu verwenden funktioniert nur deswegen, weil er eine der Ausnahmen ist, der genau die Art von Illustrationen macht wie man sie sonst nur im gehassliebten Nachbarn Frankreich, in Spanien, in Italien, Chile, Japan, Belgien undundundund zu sehen bekommt.
Illustrationen mit Spiel!
Uwe Heidschötters Blog @ Blogspot
My mind is working properly again. Right?

It was a great weekend, but in the end all i got was another “maybe”. And i feel like i am waiting for something that is never going to happen.
Ich habe Steffi hier ja schon ein paar Mal erwähnt gehabt (vor dem Neudesign und der Umstellung auf WordPress zumindest) aber ich habe das Gefühl, dass ich einfach nochmal auf ihr Treiben hinweisen muss. Denn Steffi haut seit geraumer Zeit eine großartige Illu nach der nächsten raus. Ihre Bilder sprühen vor Charme, ihre Frauen sind obwohl irgendwie generisch, trotzdem mit einer Portion Charakter gewürzt. Ich mag generell ihre Art zu abstrahieren, “Flow” findet sich in ihren Figuren zu Hauf und selbst jemand wie ich, der “Haute Couture” mit “große Geschmacksverirrung” übersetzt, kann Dank ihrer Illustrationen dem Mode-Geschehen etwas abgewinnen!