Chester 5000 xyv
Posted on 11. Dezember 2009
Chester 5000 xyv ist einer der wenigen Webcomics die ich verfolge. Seit August 2008 führt die Illustratorin Jess Fink die Geschichte um den Roboter Chester durch mindestens wöchentliche Updates fort. Dabei kommt der Comic komplett ohne Dialog aus – wobei das Genre und die Geschichte da definitiv entgegenkommt – und die Inszenierung haut mich stellenweise vom Hocker.
Ein faszinierender Aspekt an diesem Comic ist für mich auch, dass ich nie Deutungsschwierigkeiten hatte. Egal in welcher Szene, egal welche Situation, ich fand immer sofort und ohne nachzudenken eine Interpretation des Dargestellten die ich zweifelsfrei als passend empfand. Wenn man sich auch auf die erzählenden Parts einlässt, wird man feststellen dass dabei sogar ziemlich viele Nuancen von Emotionen dargestellt werden. Wobei hier denke ich, der reduzierte Zeichenstil von Vorteil ist sowie der Umstand, dass es eine fortlaufende Erzählung ist. Aufgrund der vorhergegangenen Bilder kann man sehr gut die emotionale Entwicklung nachvollziehen und dadurch wird aus einem einfachen “Lachen”-Mund von Situation zu Situation ein “freudiges Lachen”, ein “obszönes Lachen”, ein “böses Lachen” and so on. Ich glaube nicht, dass das mit realistischen Zeichnungen genau so gut funktionieren würde.
Davon mal abgesehen, bietet der Comic einfach eine herrliche Inszenierung von Sex. Enjoy!
Be the first to leave a comment